Chronik

Die Chronik der Region Seeland

Die Chronik stellt einerseits wichtige Ereignisse bei der Umwandlung des schweizerischen Seelandes in die heutige Form dar. Anderseits versucht sie, das Leben der Bevölkerung im Laufe der Jahrzehnte und die Gründe für die Auswanderung von zahlreichen Einzelpersonen und Familien darzustellen.

Die Chronik stellt einerseits wichtige Ereignisse bei der Umwandlung des schweizerischen Seelandes in die heutige Form dar. Anderseits versucht sie, das Leben der Bevölkerung im Laufe der Jahrzehnte und die Gründe für die Auswanderung von zahlreichen Einzelpersonen und Familien darzustellen.

Die ersten Siedlern rund um den Bielersee trafen auf endlose Wälder, Sümpfe sowie unbändige Ströme und Flüsse. Bereits vor über 8‘500 Jahren wurde erwiesenermassen Getreide und Lein (Flachs) angebaut. Die ersten festen Siedlungen wiederum entstanden etwa 4000 v. Chr. und auch diese hatten sich bereits mit dem "Wasser" auseinanderzusetzen. So bestehen unzählige historische Geschichten rund um die Pfahlbauer, die heute in einigen Museen der Region nachvollzogen werden können.

Die Urbauern im Seeland und ihre Nachkommen lebten an einem gefährlichen Ort, der ständig von katastrophalen Überschwemmungen bedroht war. Schuld daran war der eigenwillige Fluss "Aare".

Die Menschen im Seeland und dem gesamten Drei-Seen-Land (Bieler-, Murten- und Neuenburgersee) lebten über Jahrtausende mit den schicksalhaften "Wasserkapriolen".

Quelle: Nast Matthias 2006: überflutet – überlebt – überlistet: Die Geschichte der Juragewässerkorrektionen. Hgg. vom Verein Schlossmuseum Nidau. Verlag W. Gassmann AG. Biel 2006 (Titel der französischsprachigen Ausgabe: Terre du lac – L´histoire de la correction des eaux du Jura).

Gerne nehmen wir auch Ihren Beitrag zu Ihrer Familiengeschichte entgegen und fügen diesen allenfalls der Chronik bei.

  • 1980

    1973 - Abschluss der
    2. Juragewässerkorrektion

    Die Arbeiten der 2. Juragewässerkorrektion wurden erfolgreich beendet.

  • 1970

    1962 - Beginn der Bauarbeiten

    Beginn der Bauarbeiten zur 2. Juragewässerkorrektion.

    1940 - Hochwasserkatastrophe

    Neuerliche Hochwasserkatastrophe nach einer frühen Schneeschmelze, kombiniert mit Dauerregen.

    1944 - Überschwemmungen

    Erneut wurde das Seeland von Überschwemmungen heimgesucht.

  • 1940
  • 1910

    1910 - Neuerliche Überschwemmung

    Erste grosse neuerliche Überschwemmung seit der 1. Juragewässerkorrektion. Als Folge davon wurden die Wehranlagen in Nidau zwischen 1911 und 1915 saniert.

  • 1900

    1891 - Arbeiten abgeschlossen

    1891 konnten die umfangreichen Arbeiten als abgeschlossen betrachtet werden. Sie bedeuteten unter anderem die Trockenlegung von ca. 400 Quadratkilometern Moorlandschaft.

  • 1880

    1875 - Der Hagneck-Kanal entsteht

    Als der Seespiegel (Bielersee) abzusinken begann, konnte 1875 das Herzstück der Juragewässerkorrektion in Angriff genommen werden: der Hagneck-Kanal.

    1. März 1879

    1879 - Die Juragewässerkorrektion hat ein Nachspiel

    An der Gemeindeversammlung wurde beschlossen, gegen den Gemeindeschreiber beim Regierungsstatthalteramt Erlach ein Strafverfahren einzuleiten wegen Unterschlagung der eingezogenen Entsumpfungsgelder für die Juragewässerkorrektion. Da sich der Gemeindeschreiber mit den erwähnten Geldern nach Amerika aus dem Staube gemacht hatte, musste der Posten neu besetzt werden.

  • 1870

    1868 - Erstellung des Nidau-Büren-Kanals

    Am 17. August erfolgte der Spatenstich zur Erstellung des Nidau-Büren-Kanals und somit zur Juragewässerkorrektion.

    1867 - Beschluss: Durchführung der Juragewässerkorrektion

    Die Bundesversammlung beschliesst, die Juragewässerkorrektion unter der Oberaufsicht des Bundes durchzuführen.

  • 1860

    1853 - Hochwasserserie

    Eine ganze Hochwasserserie brachte Not und Verzweiflung in die Region. Das Hochwasser vom 17. und 18. September 1852 nahm dann geradezu katastrophale Ausmasse an. Betroffen war das gesamte schweizerische Mittelland. Das "Grosse Moos" bildete zwischen dem Murten-, Neuenburger- und Bielersee eine einzige zusammenhängende Wasserfläche.

  • 1840
    13.05.2018

    1832 - Überschwemmungen

    Auch im Jahr 1832 wurde das Seeland nicht verschont.

    1831 - Überschwemmungen

    Erneut wurde das Seeland von Überschwemmungen heimgesucht.

  • 1830

    1823 - Überschwemmungen im "Grossen Moos"

    Überschwemmungen zerstören die Ernte, Wiesen und Äcker im "Grossen Moos" (Seeland).

    1824 - Überschwemmungen

    Erneut wurde das Seeland von Überschwemmungen heimgesucht.

    1828 - Johann Rudolf Schneider schloss ein Medizinstudium ab

    Johann Rudolf Schneider schloss ein Medizinstudium ab, um der Seeländer Bevölkerung zu helfen. Er hatte erkannt, dass zwischen der schlechten sozialen und gesundheitlichen Situation der Bevölkerung und der versumpften Landschaft ein Zusammenhang bestand.

  • 1820

    1800 - Der Neuenburgersee trat über die Ufer

    Im Dezember regnete es fast ununterbrochen. Der Neuenburgersee trat über die Ufer.

    1804 - Geburt von Johann Rudolf Schneider

    Geburt von Johann Rudolf Schneider, der später als "Retter des Seelandes" in die Geschichte eingehen sollte. Am 23. Oktober geboren, war er das sechste und letzte Kind eines Bauern- und Wirteehepaares in Meienried.

    1816 - Das Jahr ohne Sommer

    Der 1815 in Indonesien ausgebrochene Vulkan Tambora, resp. die ausgeworfenen Aschemengen führten weltweit zu einem dramatischen Temperaturrückgang mit entsprechenden Schneemengen.

    1817 - Überschwemmungen im Mittelland

    Im Juni führte die einsetzende Wärme zu einem raschen Abschmelzen ungeheurer Schneemassen in den Alpen, was schwere Überschwemmungen im Mittelland und eine Hungersnot zur Folge hatte.